Faszination    Fliegenfischen                2019

Fisch des Jahres 2019: Atlantischer Lachs (Salmo salar)

Allgemeinverfügung zum Schutz der Äsche im Hochrhein.

 

 

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Fisch des Jahres 2019: Atlantischer Lachs (Salmo salar)

 

 

FISCH DES JAHRES 2019: DER ATLANTISCHE LACHS (SALMO SALAR) FOTO: MICHEL ROGGO

Der Atlantische Lachs (Salmo salar) wird Fisch des Jahres 2019. Mit der Wahl dieser in Deutschland vom Aussterben bedrohten Fischart machen der Deutsche Angelfischerverband (DAFV), das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) darauf aufmerksam, dass für den Schutz, die Erhaltung und die erfolgreiche Wiederansiedlung der Lachse passierbare Flüsse und geeignete Laichhabitate dringend wiederhergestellt werden müssen.

„Der Lachs ist ein anspruchsvoller Wanderfisch, der unverbaute und saubere Flüsse und Bäche braucht, um vom Meer, seinem Hauptlebensraum, in seine Laichgebiete zu kommen und sich dort erfolgreich fortpflanzen zu können. Damit der Fisch des Jahres bald wieder in größerer Anzahl durch Flüsse wie den Rhein schwimmen kann, müssen wir die Anzahl der Barrieren in den Flüssen deutlich verringern und wirksame Auf- und Abstiegsanlagen errichten“, sagt BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel.

Gemeinsame Anstrengungen zur Wiederansiedelung

„Der Lachs gehört bei uns zu den wohl bekanntesten Fischarten. Leider ist weit weniger bekannt, dass menschliche Aktivitäten die Lebensräume dieser Art zerstört haben. Es ist in den letzten Jahren gelungen, die Wasserqualität deutlich zu verbessern. Die Struktur der Gewässer: mangelnde Durchgängigkeit wie auch das Fehlen von Laichhabitaten in den Oberläufen erschweren die Wiederansiedlung dieser attraktiven Fischart. Die gemeinsamen Anstrengungen durch die Landesverbände des DAFV und einiger Fischereifachbehörden zur Wiederansiedlung zeigen erste Erfolge und müssen fortgesetzt werden. Dies wollen wir mit der Auszeichnung zum Fisch des Jahres unterstützen“, so die DAFV-Präsidentin Dr. Christel Happach-Kasan.

Noch bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts durchschwammen Lachse regelmäßig Flüsse wie Rhein und Elbe. Die zunehmende Belastung mit Abwasser und der technische Ausbau der Gewässer zerstörten jedoch die Lebensräume und blockierten die Wanderwege dieser und anderer Fischarten.

Die seit den 1990er Jahren laufenden Bemühungen zur Wiederansiedelung des Lachses erhielten mit dem Inkrafttreten der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie im Jahr 2000 entscheidende Unterstützung. Fließgewässer werden seither schrittweise wieder durchwanderbar gemacht und flusstypische Lebensräume wiederhergestellt.

Bis in das schweizerische Rheingebiet wurden in den letzten Jahren wieder vereinzelte Lachse beobachtet. Auch in den kommenden Jahren ist vorgesehen den Fischauf- und -abstieg durch Wanderhilfen zu verbessern und Gewässer zu renaturieren. Dies ist dringend erforderlich, um für Lachse und andere Fischarten wieder geeignetere Lebensräume zu schaffen, und entscheidende Grundlage für die Entwicklung natürlicher Lachsbestände.

Seit 1984 wird der „Fisch des Jahres“ gekürt. Mit der Auszeichnung weist der DAFV auf schädigende Einflüsse des Menschen auf die Lebensräume der jeweiligen Fischart hin. Die Ernennung erfolgt in enger Abstimmung mit dem Bundesamt für Naturschutz und dem Verband Deutscher Sporttaucher.

Hintergrund

Lachse gehören, wie auch die Forellen, zur Familie der Salmoniden (Lachsfische). Sie sind sogenannte anadrome Fische, die ihr Leben im Süßwasser beginnen, als Jungfische dann ihren Weg in die Meere suchen, um als geschlechtsreife und ausgewachsene Tiere wieder an ihren Geburtsort im Süßwasser zurückzukehren, um dort zu laichen. Auf ihren Wanderungen sind Lachse in der Lage, bis zu 2 m hohe Hindernisse zu überspringen. Atlantische Lachse werden 60 bis 100 cm lang und 3 bis 15 kg schwer, wobei einzelne Exemplare auch größer und schwerer werden können.

Der Lachs hat einen spindelförmigen Körper und gut entwickelte Zähne. Im Meer ist er silbrig, kurz vor der eigentlichen Laichzeit legen die Männchen dann eine Laichfärbung mit goldenen, roten und moosgrünen Farbtönen an. Der Unterkiefer des männlichen Fisches bildet sich dann zum charakteristischen „Laichhaken“ um. An den Laichplätzen angekommen, schlagen die Weibchen mit mächtigen Schwanzschlägen schüsselförmige Laichgruben mit einem Durchmesser von 1 bis 2 m in den Grund, in die sie ihre Eier ablegen. Die Eier werden während der Besamung mit Kies und Sand bedeckt und dadurch geschützt. Einige Lachse sterben nach dem Laichvorgang und nur wenige wandern als sogenannte Kelts wieder ins Meer ab.

Der Lachs hat hohe Umweltansprüche an seine Laichgebiete und benötigt naturnahe, bevorzugt kiesige bis steinige Gewässerbereiche mit geringen Feinsedimentanteilen und kühlem, sauerstoffreichem Wasser. Freie Wanderwege zu diesen Arealen sind überlebensnotwendig für den Fortbestand von Lachspopulationen. Der Lachs steht als vom Aussterben bedroht auf der Roten Liste gefährdeter Tiere Deutschlands.

Das ursprüngliche Gebiet seiner Laichflüsse in Europa reichte südlich von Portugal und Nordspanien bis nördlich nach Island, von Westen nach Osten über Frankreich, Großbritannien, Deutschland, ganz Skandinavien bis nach Russland.

Lachse werden heute in großen Mengen in Aquakultur gezüchtet, besonders bekannt dafür sind Chile, Norwegen, Irland und Schottland. Der Lachs zählt in Deutschland zu den beliebtesten Speisefischen.

Allgemeinverfügung zum Schutz der Äsche im Hochrhein

 

10.11.18 Im Hochrhein führten die sehr hohen Wassertemperaturen in den Monaten Juli und August 2018 zu einem massiven Sterben von Äschen. Um eine Erholung des Bestandes zu unterstützen, hat das Regierungspräsidium Freiburg gestützt auf § 1 Abs. 5 der Landesfischereiverordnung Baden-Württemberg folgende Anordnung erlassen:

1. Im Rhein wird auf deutschem/baden-württembergischem Gebiet von der Landesgrenze bei Gailingen (Rheinkilometer 30,5) bis zur Landesgrenze bei Grenzach-Whylen (Rheinkilometer 163) für die Äsche (Thymallus thymallus) eine Schonzeit bis zum 30. September 2019 festgelegt.
2. Der sofortige Vollzug dieser Entscheidung wird angeordnet.
3. Die öffentliche Bekanntgabe dieser Allgemeinverfügung erfolgt durch Bekanntmachung im Staatsanzeiger. Die Verfügung gilt am Tag nach der Bekanntmachung im Staatsanzeiger als bekannt gegeben. ( ist in der Ausgabe Nr. 42 am 26.10.18 erfolgt)

Allgemeinverfügung mit Begründung

Fischname Schonzeiten Mindestm. Besonderheiten
Seeforelle 1. Okt. – 28. Feb. 50 cm Entweder 3 Forellen o. 3 Äschen o. 3
gemischt( 3 Stück pro Tag )
Bachforelle 1. Okt. – 28. Feb. 35 cm Entweder 3 Forellen o. 3 Äschen o. 3
gemischt( 3 Stück pro Tag )
Regenforelle 1. Okt. – 28. Feb.   Entweder 3 Forellen o. 3 Äschen o. 3
gemischt( 3 Stück pro Tag )
Äsche eine Schonzeit  bis zum  bis zum 30. September 2019 festgelegt.
Seesaibling 1. Okt. – 28. Feb. 25 cm  
Bachsaibling 1. Okt. – 28. Feb.    
Felchen 15. Nov. – 31. Dez. 30 cm  
Aal keine 50 cm  
Hecht 15. Feb. – 15. Mai 50 cm 2 Stück pro Tag entw. 2 Hechte o. 2
Zander. je 1 Zander und 1 Hecht.
Nase 15. März - 31.Mai 35 cm  
Zander 1. April. – 31. Mai 45 cm 2 Stück pro Tag entw. 2 Hechte o. 2
Zander. je 1 Zander und 1 Hecht.
Barsch keine    
Trüsche 1. Nov. – 28. Feb. 30 cm  
Karpfen keine 35 cm  
Brachsen keine    
Schleie 15. Mai. – 30. Juni 25 cm  
Barbe 1. Mai. – 15. Juni 40 cm  
Rotauge keine    
Rotfeder keine    
Döbel keine    
Aland 1. April. – 31. Mai    
Wels keine                                                            

Für einzelne Gewässerabschnitte oder
Lose können von Pächtern oder der Fischereinerwaltung strengere Bestimmungen
festgelegt werden. Lokale Änderungen sind nicht der Tabelle enthalten. Bitte
erfragen Sie diese bei der örtlichen Ausgabestelle der Angelkarten.

Neue Landesfischereiverordnung
Baden-Württemberg

Am 19. März 2010 wurde im
Gesetzblatt Baden-Württemberg die Änderung der Landesfischereiverordnung
(LFischVO) veröffentlicht. Damit ist die neue Verordnung ab dem 20. März 2010
in Kraft.

Wesentliche Änderungen:

Anhebung des Schonmaßes für die Bachforelle im Hochrhein auf 35 cm.

Beim Steinkrebs haben Männchen und Weibchen die gleiche Schonzeit vom 1.
Oktober bis 31. Juli.

Die Fischereibehörde kann im Einzelfall für fischereiliche Hegemaßnahmen
oder zu fischereiwirtschaftlichen Zwecken durch befristete Allgemeinverfügung
Schonzeiten und Mindestmaße erweitern oder für weitere Arten anordnen.

Ein Besatz aller Fischarten mit ganzjähriger Schonzeit bedarf der
Genehmigung der Fischereibehörde.

Die Fischereiabgabe wurde auf 8 € erhöht.

Die §§ 15 bis 17 wurden verändert und daran angepasst, dass der
Landesfischereiverband Baden-Württemberg seit 2009 die Fischerprüfung selbst
durchführt.

Die §§ 19 und 20 wurden neu
eingeführt und regeln den Fang des Aals. Unter anderem gilt nun eine
ganzjährige Schonzeit für den Aal ab sofort bis 31. Dezember 2012

- im Rhein ab Eglisau bis zur
Landesgrenze nach Hessen,


- in den von Rheinwasser
durchströmten Nebenarmen, Kanälen und Gießen,


- in den Altwässern und
Baggerseen mit einer durchgängigen Verbindung zum Rhein,


- im Neckar und seinen
Kanälen unterhalb Neckargemünd bis zum Rhein.

Im Rhein und dessen Nebenarmen und Kanälen gilt ab dem 01. Januar 2013
eine Schonzeit vom 1. Oktober bis 1. März. und ein Mindestmaß von 50 cm.

Im Übrigen Einzugsgebiet des Rheins gilt eine Schonzeit vom 1. November bis
zum 1. März und ein Mindestmaß von 50 cm, soweit es sich um Gewässer mit für
Fische passierbarer Anbindung an den Rhein handelt.

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